zurück

Kontaktlinsen-Lexikon

Autofahren mit Kontaktlinsen

Autofahren mit Kontaktlinsen bietet bei Beachtung gewisser Verhaltensregeln Vorteile, der sich jeder Mensch mit einer Fehlsichtigkeit (Ametropie) bewusst sein sollte. Dennoch sollten Kontaktlinsenträger beim Autofahren immer eine Brille dabei haben, die im Notfall zum Ersatz aufgesetzt werden kann. Denn beginnen die Augen einmal zu schmerzen und zu brennen oder fällt eine Kontaktlinse gar aus dem Auge heraus, kann die Brille das weitere Autofahren ohne Seheinschränkung sichern.

Vorteile von Kontaktlinsen beim Autofahren

Der Vorteil von Kontaktlinsen beim Autofahren liegt eindeutig auf dem uneingeschränkten Gesichtsfeld. Kontaktlinsen haben kein störendes Brillengestell, durch welches das Sehfeld eingeschränkt wird. Gerade bei Blicken zur Seite ist dies von Vorteil. Beim Autofahren auf der Autobahn, im Stadtverkehr beim Spurwechsel oder beim Abbiegen beispielsweise sind häufige Schulterblicke notwendig, um eine sichere Fahrweise zu gewährleisten und Unfälle zu vermeiden.

Bei schlechten Witterungsbedingungen bieten Kontaktlinsen den zusätzlichen Vorteil, dass sie nicht beschlagen. Außerdem rutschen sie nicht von der Nase. Immer wiederkehrendem Geraderücken des Brillengestells kann so aus dem Weg gegangen werden.

Was beim Autofahren mit Kontaktlinsen beachtet werden sollte

Möchte man die vollen Vorzüge von Kontaktlinsen beim Autofahren genießen, gilt es gewisse Verhaltensregeln einzuhalten.

Gewissenhafte Pflege von Kontaktlinsen

Für den optimalen Tragekomfort und die perfekte Sicht müssen Kontaktlinsen selbstverständlich gewissenhaft gepflegt werden. Durch die richtige Reinigung, Desinfektion und das Abspülen der Linsen mit den passenden Pflegemitteln wird einer Reizung der Augen vorgebeugt. Man wird nicht abgelenkt und kann sich vollständig auf den Verkehr konzentrieren.

Trockene Klimabedingungen im Auto

Autos sind meist mit Klimaanlagen ausgestattet, was besonders bei trockenen Augen zu Problemen führt. Doch auch das einfache Gebläse im Auto sorgt für trockene Luft im Auto. Deshalb sollte der Luftstrom niemals genau auf das Gesicht gerichtet sein. Andernfalls können die Kontaktlinsen austrocknen und aus dem Auge fallen.

Im Sommer steigen die Temperaturen im Auto oftmals über 50 Grad. Dies wirkt sich ebenfalls negativ auf die Benetzung der Kontaktlinsen aus und fördert das Austrocknen der Augen.

Künstliches Auffrischen des Tränenfilms

Wer zu trockenen Augen neigt sollte den Tränenfilm auf der Hornhaut ohnehin mit künstlicher Nachbenetzung unterstützen. Doch gerade beim langen Autofahren helfen Nachbenetzungstropfen auch denjenigen Menschen, die eigentlich keine Probleme mit trockenen Augen haben. Vor der Fahrt prophylaktisch angewandt und rechtzeitig aufgefrischt kann so ein guter Tragekomfort gesichert werden.

Tragezeit beachten

Beim nächtlichen Autofahren, Dämmerlicht oder Regen kann es bei Kontaktlinsen zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit kommen. Diese entsteht insbesondere dann, wenn die Linsen den ganzen Tag über getragen wurden. Durch eine zu lange Tragezeit kann es zu einem sogenannten Hornhautödem kommen. Dabei handelt es sich um eine Wasseransammlung in der Hornhaut, die aufgrund von Sauerstoffmangel im Auge entsteht.

Inhalt des Videos:

  • 5 Tipps für Kontaktlinsenträger auf Reisen (inkl. Reise-Checkliste)
  • Hilfe für unterwegs in Ausnahmesituationen
  • Hinweis auf unsere Reisewelt
  • Link zum LTUR Experten-Interview von Ela

Die angegebene Tragezeit der Kontaktlinsenhersteller sollte deshalb unbedingt eingehalten werden. Die Kontaktlinsen sollten aus den Augen genommen werden, bevor sie überschritten wird. Hat man eine Ersatzbrille dabei, stellt dies überhaupt keine Einschränkung vor dem Weiterfahren dar.

Auf das Tragen von Farb- und Motivlinsen sollte beim Autofahren generell verzichtet werden. Das Sehvermögen und der Sichtradius können von den Farbpigmenten dieser Linsen negativ beeinflusst sein.